UA-132457939-1

 FA Dr. med. univ. Shady El Marto

Knie- und Sportverletzungen Wien

Kreuzband

Das Kniegelenk besitzt ein vorderes und hinteres Kreuzband. Diese Bänder liegen im mittleren Abschnitt des Kniegelenkes und übernehmen zusammen mit den Seitenbändern auf der Innen- und Außenseite die Führung und Stabilität der Kniebeweglichkeit.

Im Rahmen von bestimmten Verletzungsmustern können sowohl das vordere als auch das hintere Kreuzband, manchmal sogar beide gleichzeitig reißen. Dies führt zumeist zu einem massiven Schmerz und zunehmenden Anschwellen des Kniegelenkes. Die Diagnose erfolgt zumeist durch die Untersuchung, wobei die Verhältnisse bei einer akuten Verletzung erschwert sein können. Eine Absicherung des Verdachtes erbringt eine Magnetresonanz Tomographie (MRT).

Die Folge einer vorderen Kreuzbandruptur, welche häufiger als die hintere Kreuzbandruptur auftritt, ist eine Instabilität im Kniegelenk. PatientInnen berichten im Verlauf immer wieder über sogenannte Giving-Way Attacken, also einem Wegknicken sowohl im Alltag als auch beim Sport. Durch die fehlende Führung des Gelenkes und der Instabilität können Folgeschäden an anderen Strukturen des Kniegelenkes, wie Meniscus und Knorpel entstehen. Dadurch ist das Risiko einer frühzeitigen Arthrose, also Gelenkabnützung massiv erhöht.

Um eine frühzeitige Arthrose oder Schädigung gesunder Strukturen zu vermeiden, sollte bei subjektiven Instabilitätszeichen ein baldiger Ersatz des vorderen oder hinteren Kreuzbandes erfolgen. Dies geschieht zumeist mit körpereigenen Sehnen, die zu einem Kreuzbandtransplantat umfunktioniert und arthroskopisch assistiert anstelle des gerissenen vorderen oder hinteren Kreuzbandes eingezogen werden.

Aufgrund des geringen Gewebetraumas sind PatientInnen sehr bald schmerzfrei und können mit dem Wiederaufbau ihrer Muskulatur und gezielten physikalisch therapeutischen Übung beginnen, um so rasch wieder in ihren gewohnten Lebensalltag zurückzukehren.

Sie erhalten vor jedem geplanten Eingriff ein ausführliches Aufklärungsgespräch über verschiedene Therapieoptionen und der damit verbundenen Nachbehandlung.


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